Böhse Onkelz for ever

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30.12.2004

Das Ende der Onkelz

 

Fuer alle Onkelzfans ueberraschend verkuenden die Onkelz am 24.Mai 2004 auf ihrer Homepage ihr Ende. Dabei faengt das neue Jahr so gut an. Das Management vermeldet sensationellen Kartenabsatz fuer die im Herbst geplante Deutschlandtournee und muss schon am siebten Januar die Konzerte fuer Berlin und das Abschlusskonzert in der Colourline Arena Hamburg, geplant fuer den 5. Oktober, als ausverkauft melden. Kurze Zeit spaeter gibt es auch fuer die Konzerte in der Frankfurter Festhalle und der Dortmunder Westfalenhalle keine Karten mehr und auch fuer den Gastauftritt waehrend des fuer August geplanten Open Air Festivals in Wacken werden die Tickets noch im Winter knapp. Dennoch scheinen die Onkelz mit ihrem kommerziellen Hoehepunkt an einem ideellen Endpunkt angekommen zu sein. Man will die Onkelzaera auf dem Hoehepunkt beenden, ohne zu einer Karikatur seiner selbst zu werden und veroeffentlicht hierzu ein Videostatement auf der eigenen Homepage. Das folgende Sudioalbum sei definitiv das letzte Studioalbum der Onkelz und die kommende Tour sei definitiv die letzte Tour heisst es in diesem Statement. Die Fans reagieren enttaeuscht und koennen nicht glauben, was sie hoeren. Sie spekulieren in den Foren der Band ueber den Split und wilde Geruechte machen die Runde, aber die Band ist wie immer fest entschlossen. Die Presse nimmt sich des Themas an und berichtet in gewohnter Polemik. Tatsaechlich sind die Gruende fuer die Aufloesung der angeblich kontroversesten deutschen Rockband jedoch viel alltaeglicher und nachvollziehbarer, als die Fans vermuten. Jeder Onkelzsong sei gesungen, sagt sie und jedes Bier sei getrunken. Es sei alles erreicht. Das Onkelzding sei ausgereitzt und mehr sei aus der Sache nicht mehr rauszuholen. Man ist sich einig innerhalb der Band, dass dieses Lebenswerk zu wertvoll sei, als dass man es in eine langweilige Mittelmaessigkeit abrutschen lassen moechte und bevor die Onkelz im Lager ihrer eigenen Fans an Glaubwuerdigkeit verlieren, beschliessen sie im gegenseitigen Einvernehmen das Ende der Boehsen Onkelz zu verkuenden. Die Enttaeuschung der Fans kennt keine Grenzen und wird auf den Fanseiten im Internet hitzig diskutiert, so wie in unzaeahligen Briefen und E-mails an die Band in Worte gefasst. Fuer die Onkelz jedoch gibt es kein Zurueck mehr. Sie sind der Meinung, dass gerade eine Band, die sich so oft auf ihre eigene Konsequenz berufen und so oft ihren Widerstand gegen Vereinnahmung oder Kommerz artikuliert hat, nicht den Zeitpunkt verpassen darf, an dem es genug ist. Sie sind weiterhin der Meinung, dass nur ein Ende der Boehsen Onkelz zu diesem unerwarteten Zeitpunkt ihre eigene Glaubwuerdigkeit zementiert und den Hoehepunkt der Karriere darstellen kann. Das Unkommerziellste, was man zu einem solchen Zeitpunkt tun kann, ist aufzuhoeren, heisst es im Bandlager und tatsaechlich kommt der Split zu einer Zeit, in der die Plattenverkaeufe trotz schlechter Wirtschaftslage der Musikbranche neue Hoehepunkte erreichen. Die Boehsen Onkelz sind in Deutschland zu einem einzigartigen Phaenomen heran gewachsen. Sie sind die kommerziellste Underground Band, die es je gegeben hat, der kontroverseste Mikrokosmos im Musikbusiness, der unabhaengige und autarke, allen Marktgesetzen zum Trotz blendend funktionierende Mainstream, eine Mutation im musikalischen Einheitsbrei und eine eigene Schublade im Verwaltungsapperat der Phono Akademie. Keine Band hat es jemals geschafft, die Hoerer- oder auch Nichthoererschaft so zu polarisieren, wie es die Onkelz getan haben. Keine Band ist in Deutschland jemals so heftig geliebt und so heftig abgelehnt worden. Waehrend die beiden groessten deutschen Rockmagazine, das Rock Hard und der Metal Hammer Titelgeschichten und Sondermeldungen zum Thema herausbringen und mehrfach in Frankfurt zum Interviewtermin auftauchen, bringen die unwichtigeren Magazine, die nicht mehr von ihrer voreingenommenen Haltung abweichen koennen, kleine polemische Hassmeldungen. So schreibt zum Beispiel Josef Winkler vom Musikexpress: ... Aber heissa! Da kommt die Meldung rein, dass sich die Boehsen Onkelz aufgeloest haben. Wer eine Abfuehrhilfe braucht, gehe einmal und dann nie wieder auf www.onkelz.de und lese das unfassbar schwuelstige Statement-Geseiere der Bandmitglieder... Genauso soll man die Onkelz in Erinnerung behalten, fordert die Band, gehasst, verdammt, vergoettert?. Und so machen die Onkelz Schluss, weil sie Schluss machen muessen. Zuvor jedoch, und das sieht die Band als Versprechen an ihre Fans und als Pflicht gegenueber ihren Kritikern an, wird es ein letztes Studioalbum geben, dass die Charts erstuermen wird und eine zu 100% ausverkaufte Hallentournee unter Ausschluss der Presse.




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